"Von allen Geschenken, die uns das Schicksal
gewährt, gibt es kein größeres Glück als die
Freundschaft - keinen größeren Reichtum, keine
größere Freude."

 

Kurt Ertel
† im Oktober 2017

Die FWG Talgemeinden e.V. hat einen Freund verloren

 

Stellungnahme der FWG-Fraktion zum Tod von Kurt Ertel

"Von allen Geschenken, die uns das Schicksal gewährt, gibt es kein größeres Gut als die Freundschaft – keinen größeren Reichtum, keine größere Freude." Epikur von Samos hat dies gesagt und die FWG Tal nimmt mit diesen Worten Abschied von einem Freund – Kurt Ertel.

Kurt Ertel nahm sich vermutlich in der Nacht zum vergangenen Freitag das Leben, nachdem er von der Presse und anderen Medien öffentlich – gegen den geltenden Pressecodex – nur aufgrund eines Anfangsverdachts, der geringsten Stufe im Strafrecht, mit voller Nennung seines Namens an den Pranger gestellt wurde und eine öffentliche Demontage seiner Person erfolgt ist.

Ich kann mir vorstellen, das jeder in diesem Raum bei der Nachricht vom Suizid unseres Freundes dachte „dann wird schon was dran gewesen sein an den Vorwürfen“.

Dagegen verwahren wir uns entschieden, er selbst war von den Anschuldigungen zutiefst getroffen. In unserem Land gilt die Unschuldsvermutung und daran hätte sich besser auch der Journalismus und die Medien gehalten.

Allein aufgrund einer Strafanzeige eines Privatdetektivs, die aus welchen Gründen auch immer der „Rheinpfalz“ vorliegt, was an sich schon ein unerhörter Vorgang in einem Land ist, in dem der Datenschutz eines der höchsten Güter ist, einen solchen Artikel zu verfassen und den vollen Namen zu nennen ist mehr als fragwürdig.

- Wie kommt ein Detektiv an Unterlagen aus dem Hause LBM?
- Wo bleibt der Datenschutz?
- Welche Maßnahmen werden gegen diejenigen ergriffen, die diese Daten nicht den staatlichen Verfolgungsbehörden, sondern einer Privatperson übergeben oder zugespielt haben?
- Was sind die Konsequenzen daraus, dass eine komplette Anzeige der Presse vorliegt ohne den Schutz der Privatsphäre auch von Tatverdächtigen zu wahren?

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt – Artikel 1 Abs. 1 unseres Grundgesetzes.

Wir fordern die staatliche Gewalt auf, die Würde von Kurt Ertel zu achten und zu schützen – auf welchem Weg dies noch erfolgen kann und welche Konsequenzen dies für alle Beteiligten, hier nehmen wir den Journalismus nicht aus, in diesem Verfahren hat, obliegt der ermittlungsführenden Staatsanwaltschaft.
Wir fordern die beteiligten Journalisten und Medien auf, künftig ihren eigenen Codex zu beachten und die Würde des einzelnen Menschen zu schützen. Dies geschah in diesem Fall nicht, sich hinter dem Begriff „Person der Zeitgeschichte“ zu verstecken ist lächerlich.

Kurt Ertel hat aus seiner Sicht durch dieses Vorgehen alles verloren, seinen Ruf, seine Politik, seinen Beruf und zuletzt … sein Leben.

Eric Wenzel
Vorsitzender Freie Wählergruppe Talgemeinden e.V.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

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